Die Diakonie Katastrophenhilfe stellt sich auf den Notfall ein

Syrische Flüchtlinge in einem Camp bei der türkischen Grenzstadt Boynuegin. Foto: Reuters/Osman Orsal


Mit großer Sorge beobachtet die Diakonie Katastrophenhilfe die Zuspitzung des Konflikts und die zunehmende Gewalt in Syrien. Die Situation im Land ist weiterhin unübersichtlich. Täglich gibt es neue Berichte über Verletzte und Tote aus den Hochburgen des Protests.

Falls die Gewalt zwischen dem syrischen Militär und den bewaffneten Oppositionsgruppen jedoch weiter eskaliert, wird befürchtet, dass mehr Menschen vertrieben werden oder in die Nachbarländer Jordanien, Libanon und die Türkei fliehen. Erste Hilfsmaßnahmen für die Opfer des Konflikts sind bereits angelaufen. Mit ihren Partnern in der Region bereitet sich die Diakonie Katastrophenhilfe zudem darauf vor, im Falle einer größeren humanitären Krise weitere Hilfe auf den Weg zu bringen.

Wie viele Menschen innerhalb Syriens vor den bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen den syrischen Truppen und den Aufständischen geflohen sind, lässt sich derzeit kaum abschätzen. Die Lage ist chaotisch, verlässliche und unabhängige Informationen sind nicht erhältlich. Sorge bereitet den Helfern vor Ort jedoch, dass die die Zahl der zivilen Opfer steigt, weil beide Konfliktparteien ohne Rücksicht auf die Bevölkerung vorgehen. Unklar ist auch die Situation der mehr als eine Million irakischen Flüchtlinge, die in Syrien Zuflucht gesucht haben. Erste kleinere Hilfsmaßnahmen für von den Kämpfen betroffene Familien in Syrien sind bereits eingeleitet. Weitere sollen folgen, um der unter den Folgen des Konflikts leidenden Zivilbevölkerung beizustehen.

Gemeinsam mit Partnern des kirchlichen Netzwerks der ACT Alliance bereitet sich die Diakonie Katastrophenhilfe zudem darauf vor, Flüchtlinge in Jordanien und im Libanon zu unterstützen. "Wir verfolgen die Lage vor Ort schon seit längerem und versuchen, uns auf die verschiedenen Szenarien bestmöglich vorzubereiten", erklärt Michael Frischmuth, Regionalverantwortlicher der Diakonie Katastrophenhilfe für die Region.

Erste Anlaufstellen für Flüchtlinge aus Syrien wären bei einer Ausweitung des Konflikts die Nachbarländer Jordanien, Libanon, Irak und Türkei. Aktuellen Berichten zufolge fliehen bereits jetzt immer mehr Familien vor den Kämpfen in die Nachbarländer. Die meisten konnten zunächst bei Verwandten oder Bekannten unterkommen. Aus dem Norden und Zentrum des Landes sind die Türkei und der Libanon am schnellsten zu erreichen, während die Flucht aus dem Süden am ehesten nach Jordanien führt.

Die Diakonie Katastrophenhilfe ist mit ihren lokalen Partnern im Gespräch, um konkrete Hilfen vorzubereiten und abzustimmen. "Es geht jetzt darum zu klären, wie wir bei weiterer Eskalation intern Vertriebene in Syrien selbst und Flüchtlinge in den Nachbarländern bestmöglich unterstützen können", so Frischmuth. Am dringendsten benötigt werden Nahrungsmittel, Heizmaterial, Kochgeschirr und ähnliche Bedarfsgüter, aber auch psychosoziale Unterstützung. Das Regionalbüro der Diakonie Katastrophenhilfe in Istanbul unterstützt diese Maßnahmen.

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