Mit einem Solidaritätsfonds, für den als allererste Hilfe zunächst 20. 000 Euro bereitgestellt wurden, hat das katholische Hilfswerk MISEREOR auf das Erdbeben in Chile reagiert. Ein Beben der Stärke 8,8 hatte am vergangenen Sonntag in mehreren Regionen zahlreiche Schäden verursacht. Zurzeit gehen die chilenischen Behörden von mindestens 700 Toten und zwei Millionen Obdachlosen aus.

"MISEREOR ist seit Jahrzehnten in Chile tätig und hat ein hervorragendes Partnernetzwerk mit Organisationen, die sich im Katastrophenfall bereits bewährt haben", erläutert MISEREOR-Geschäftsführer Martin Bröckelmann-Simon. "So haben wir bereits nach der Erdbeben-Katastrophe im Jahr 1985 mit der kirchlichen Sozialstiftung CRATE in Talca den Wiederaufbau erfolgreich unterstützt. Aus dieser Zusammenarbeit stammen die Erkenntnisse zum erdbebensicheren Bauen, die in zahlreichen Regionen des Landes umgesetzt wurden. So konnten die Partner vor allem im ländlichen Raum die traditionelle, erdbebensichere Lehmbauweise wieder beleben", so Bröckelmann-Simon.

Momentan nimmt MISEREOR zu den Partnern in den am meisten betroffenen Städten und Regionen Kontakt auf, um zu klären, welche Hilfsmaßnahmen am dringendsten erforderlich sind.

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Stichwort: Chile