< 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11 | 12 | 13 | 14 | 15 | 16 | 17 | 18 | 19 | 20 | 21 | 22 | 23 | 24 | 25 | 26 | 27 | 28 | 29 | 30 | 31 | 32 | 33 | 34 | 35 | 36 | 37 | 38 | 39 | 40 | 41 | 42 | 43 | 44 | 45 | 46 | 47 | 48 | 49 | 50 | 51 | 52 | 53 >

ZNS Hannelore Kohl Stiftung

Gründungsjahr:
1983
Spendenkonto:
Sparkasse KölnBonn
Kto 3000 3800
BLZ 370 501 98
ZNS Hannelore Kohl Stiftung

Aufgaben & Ziele:

ZNS steht als Abkürzung für „Zentrales Nervensystem“. Das Gehirn ist dessen Schaltstelle und wichtigstes Organ zur Kontrolle unserer Sinneswahrnehmungen, unseres Empfindens, unserer Reaktionen, Aufmerksamkeit und Konzentration, unseres Sprechens, Bewegens, Verhaltens, Denkens, Handelns und Fühlens.

Wird das Zentrale Nervensystem beschädigt, sind die Folgen schwerwiegend und bei vielen Unfallopfern bleiben dauerhafte Defekte zurück.

Hier zu helfen, ist das Ziel und die Aufgabe der ZNS - Hannelore Kohl Stiftung. Denn die Verunglückten und besonders die jungen unter ihnen haben ihre Zukunft noch vor sich und eine neue Chance im Leben verdient.

Interview mit Ute-Henriette Ohoven

Präsidentin der ZNS – Hannelore Kohl Stiftung

Die Hannelore Kohl Stiftung leistet Hilfe für Menschen, die nach Unfällen an dauerhaften Schäden des zentralen Nervensystems leiden. Welche sind die Hauptaufgaben der Stiftung?

Jedes Jahr verunglücken etwa 270.000 Menschen, die Hälfte davon Jugendliche bis 25 Jahre, 35.000 Kinder unter 5 Jahre.
Eine ungeheure Zahl, die mich immer wieder erschreckt. Die Zielsetzung von ZNS ist die grundlegende Verbesserung der Situation von Unfallopfern mit Schädelhirnverletzungen und deren Angehöriger.Wir helfen bei der Suche nach den am besten geeigneten Rehaplätzen, unterhalten einen Beratungsdienst für Angehörige und Betroffene, unterstützen bei Problemen mit Arbeitgebern und Kostenträgern, stellen ausführliches Informationsmaterial zur Verfügung, das auch unter www.hannelore-kohl-stiftung.de abgerufen werden kann, wir unterhalten einen Sozialfonds zur Unterstützung von Familien, die durch den Unfall und seine schlimmen Folgen in finanzielle Not geraten sind. Wir finanzieren die Ausstattung von Kliniken mit dringend benötigten Geräten, fördern junge Wissenschaftler durch einen Forschungspreis, finanzieren Elternhäuser in Kliniknähe, weil die kleinen Unfallopfer oft bis zu 12 Monate dort behandelt werden. Wir führen dreitägige Seminare  für pflegende Angehörige und Erlebniswochenenden für junge Unfallopfer durch und unterstützen die Selbsthilfe.

Wie sieht Ihre Arbeit als Präsidentin dieser Stiftung aus?

Stellen Sie sich vor, Ihr Kind fährt mittags mit dem Fahrrad zum Spielen und am Nachmittag klingelt die Polizei und überbringt Ihnen die furchtbare Nachricht, dass Ihr Kind einen Unfall hatte. Ich habe Sebastian kennen gelernt, er ist im Alter von 7 Jahren mit dem Fahrrad verunglückt. Weil er keinen Helm trug, erlitt er schwerste Kopfverletzungen. Heute ist er 17, fast 2 m groß und wiegt 85 kg. Er ist ein 100%-Pflegefall und wird von seiner jungen Mutter zu Hause gepflegt.Die Präventionsarbeit, das heißt, die Aufklärung über Gefahrensituationen und damit die Vermeidung von Unfällen liegt mir besonders am Herzen. Wir warnen mit einer bundesweiten Großflächenkampagne, Veranstaltungen und ausführlichen Informationsflyern vor Unfallgefahren. An Schulen versuchen wir, die Kinder bereits frühzeitig für das Tragen eines Helms zu sensibilisieren. Ich spreche auch mit Klein- und Großspendern, um die dringend benötigten Spenden für die Stiftung zu erbitten.

Die Stiftung fördert auch Projekte zur Verbesserung der Lebensqualität Betroffener. Können Sie uns von einem Projekt erzählen, das Ihnen besonders am Herzen liegt?

Mir liegt eigentlich jedes dringend notwendige Projekt am Herzen. Aktuell ist es der Aufbau bundesweiter sog. Gastrowerkstätten. Dort leben in Wohngemeinschaften Behinderte und Nichtbehinderte zusammen, jeder in seinem eigenen Bereich, aber man hilft sich gegenseitig. Sie arbeiten in einer behindertengerechten Gemeinschaftsküche zusammen und Kochen für sich selbst und für einen öffentlichen Mittagstisch. Diese Gastrowerkstatt  führt schädelhirnverletzte Menschen wieder an Alltagsarbeiten heran und hilft bei der beruflichen Rehabilitation. Vielen würde sonst das Leben in einer Pflegeeinrichtung bevorstehen. Die meisten Menschen vergessen, dass die Spende von heute schon morgen die Hilfe für Sie selbst sein kann. Ein Unfall geschieht jederzeit und an jedem Ort. Meistens sind es nicht die spektakulären Unfälle, sondern Sie stolpern über eine Teppichkante, im Garten oder beim Spielen oder Radfahren und schlagen mit dem Kopf an. Die Folgen stürzen dann die meisten Familien in großes Unglück.

Wie werden die Spendengelder verwendet?

Ehrenamtlich tätige Gutachtergremien mit ausgewiesenen Spezialisten entscheiden über die Anträge zur Vergabe der Gelder. Im vergangenen Jahr konnten wir 24 Hilfsprojekte unterstützen.

Kontakt

ZNS Hannelore Kohl Stiftung

Rochusstraße 24
53123 Bonn


Telefon: (0228) 97 84 50

E-Mail: info@hannelore-kohl-stiftung.de

Webseite: www.hannelore-kohl-stiftung.de