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Stiftung SehnSucht

Gründungsjahr:
2001
Spendenkonto:
Bank für Sozialwirtschaft
Kto.3 750 990 099
BLZ 700 205 00
Stiftung SehnSucht

Aufgaben & Ziele:

Ziel der Stiftung SehnSucht ist es, Kinder vor Sucht zu schützen. Sie greifen ein, bevor es zu spät ist – durch realistische useinandersetzung mit der Lebenssituation Jugendlicher und tabulose Aufklärung über legale und illegale Drogen, ohne „mahnenden Zeigefinger“!

Neben Aufklärung und präventiver Beratung bieten die Stiftung Projekte, die Jugendliche in ihrer Persönlichkeit stärken und das Bewusstsein für eigene Entscheidungen fördern. Denn wer weiss, was er will und warum er das will, ist stark genug, sein Leben zu meistern – selbstsicher und ohne Abhängigkeiten.

Im Zentrum der Arbeit stehen die Jugendlichen selbst. Aber Sucht hängt auch vom Umfeld ab. Deshalb richtet sich SehnSucht ebenso an Menschen, die den engsten Kontakt zu Jugendlichen haben – Eltern, Lehrer und Freunde. Auf sie kommt es an, wenn es darum geht, lebenswerte Perspektiven zu entwickeln, die stark machen gegen ein Leben im Rausch.

SehnSucht greift auf Wissen und Erfahrung von Sozialpädagogen, Psychologen, Streetworkern und Suchthelfern zurück. Im Bereich der Aufklärung arbeitet die Stiftung in Teams mit Ex-Süchtigen. Betroffene können am besten vermitteln, wie „drauf“ sein wirklich ist, wie Sucht entsteht und welche Konsequenzen sie hat. So werden Suchterfahrungen für Jugendliche greifbar. Unkonventionell und glaubwürdig erreichen sie diejenigen, die auf der Kippe stehen, und sensibilisieren für ein Problem, das oft zu spät erkannt wird.

Interview mit Tanja Henlein

Gründerin der Stiftung SehnSucht

Was waren Ihre Beweggründe, diese Stiftung ins Leben zu rufen?

Ich habe zuvor Regie an der Filmhochschule in München studiert und dort mehrere Dokumentationen über Schwerstabhängige gedreht. Das Schicksal zweier Protagonistinnen aus diesen Filmen hat mich persönlich sehr berührt. Gemeinsam mit einer der beiden Frauen habe ich damals eine kleine Initiative zur Suchtprävention in München ins Leben gerufen, um Kindern und Jugendlichen die dramatischen Erfahrungen zu ersparen, die ein Leben in der Sucht mit sich bringt. Nach etwa fünf Jahren erfolgreicher Arbeit mit suchtpräventiven Veranstaltungen in München und Umgebung lernte ich Kai Pflaume kennen, er fand unser Engagement ergreifend. Gemeinsam mit ihm gründete ich die Stiftung SehnSucht. Wir sind sehr glücklich, dass sich auch Eva Padberg und Martin Schmitt für uns engagieren. Zusammen mit unseren Botschaftern, Mitarbeitern und ehrenamtlich engagierten Menschen tun wir alles uns mögliche, damit Kinder nicht süchtig werden.

Sie beschäftigen sich mit der Aufklärung und Beratung Jugendlicher und ihrem Umfeld. Wie sieht diese Arbeit konkret aus?

Unsere Teams bestehen aus SozialpädagogInnen und ehemals Abhängigen. Wir führen in Schulen und Jugendfreizeiteinrichtungen suchtpräventive Veranstaltungen durch. Dort klären wir, wo Sucht beginnt, besprechen verschiedene Drogensubstanzen und zeigen, wie man sich beispielsweise verhalten kann, wenn man sich aufgrund von Gruppenzwang dazu gedrängt fühlt, Drogen zu konsumieren und das aber selbst nicht möchte. Die ehemals Abhängigen und ihre  Erfahrungen spielen bei diesen Veranstaltungen eine wichtige Rolle, damit die Jugendlichen uns ernst nehmen. Außerdem sprechen wir Jugendliche in ihrer Freizeit an, beispielsweise bei Konzerten, Streetlife-Festivals und Sportveranstaltungen. Neben Beratungsmöglichkeiten können die Jugendlichen beispielsweise in sogenannten "Rauschparcours" selbst erleben, wie sich ein Rausch im Alltag auf Koordinations- und Konzentrationsvermögen auswirken kann. Auf unserer Jugendseite www.zusammenohne.de bieten wir zusätzlich anonyme Onlineberatungen an. Unsere Angebote werden von den Jugendlichen gern genutzt. Auch Eltern, Lehrer, Jugendleiter etc. sind bei unseren Informationsveranstaltungen willkommen, da sie zum direkten Umfeld der Jugendlichen gehören und eine große Rolle dabei spielen können, den Betroffenen ein Leben ohne Drogen zu ermöglichen.

Sie bieten auch Projekte zur Persönlichkeitsstärkung an. Können Sie ein Beispiel nennen?

Eine Gruppe Jugendlicher aus einem schwierigen sozialen Umfeld traf sich einige Monate regelmäßig, um einen Radiospot aufzunehmen. Dieses Radio-Projekt haben wir gemeinsam mit Ast.e.V., einem Verein gegen die Stigmatisierung von Suchtkranken, realisiert. Durch die gruppenintensive Arbeit lernten die Jugendlichen  ihre Stärken und Schwächen kennen. Aus Einzelgängern wurde eine Gruppe von Menschen, die es gelernt hat, sich zum Wohl einer Sache einzubringen. Sie fanden heraus, was ihnen Spaß macht und lernten Alternativen zu einem sinnentleerten Leben auf der Straße kennen.
 
Wie verwenden Sie Spendengelder?


Wir setzen sie zur Verwirklichung unserer suchtpräventiven Programme in Schule und Freizeit ein. Das Ziel der Stiftung SehnSucht ist es, Kindern und Jugendlichen in Deutschland ein suchtfreies Leben zu ermöglichen.

Kontakt

Stiftung SehnSucht

Weißenburger Straße 40
81667 München


Telefon: (089) 389 032 28

E-Mail: info@stiftung-sehnsucht.de

Webseite: www.stiftung-sehnsucht.de

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