Das weltweit tätige Topmodel Tiana Pongs gehört zu Deutschlands gefragtesten Werbegesichtern. Ihr Gesicht ziert diverse internationale Titelblätter, Produktverpackungen und Werbekampagnen.

Doch fernab der großen Lichter und der schönen Welt hat Tiana Pongs gelernt Verantwortung zu übernehmen. Als Mutter eines sechsjährigen Sohnes weiß sie worauf es im Leben wirklich ankommt.

Aus diesem Grund engagiert sie sich nun schon seit Jahren für benachteiligte Kinder.

Mit Stargebot sprach sie über ihr Engagement.

Finden Sie es wichtig, dass Prominente sich öffentlich für soziale Projekte engagieren?


Ich finde es wichtig, dass ein jeder etwas tut, egal ob als ehrenamtlicher Trainer im Fussballverein, als Freiwillige im Seniorenheim oder ob es um internationalen Entwicklungshilfe der ganz Großen geht.

Wichtig ist eher, dass man dort etwas tut, wo man gerade steht. Eine Gesellschaft der Gleichgültigkeit und des Egoismus wäre fatal. Prominente haben nun mal eine Art Vorbildfunktion, auf sie schaut man eher, als auf "Herr Müller von nebenan". Insbesondere deshalb finde ich es wichtig, dass sich Promis für soziale Projekte engagieren.

Wie wird mit dem Thema "Soziales Engagement" Ihrer Meinung nach in Deutschland umgegangen?

In Deutschland passiert schon einiges -  egal ob vom Staat, Firmen oder Privatleuten. Es gibt ja eine ganze Masse von Organisation und Stiftungen. Das ist absolut lobenswert.

Schade dabei ist dann leider wieder die manchmal "deutsche" Mentalität, die leider einen großen Neidfaktor beinhaltet. Es gibt viele, die angeprangert werden, wenn sie sich engagieren, weil nach der echten Motivation dahinter gefragt wird.

Man sollte sich einfach nur freuen oder sich ein Beispiel daran nehmen. Mir ist es total egal, ob sich jemand engagiert, weil er überzeugt von der Sache ist, aus PR Gründen oder weil er es am Ende steuerlich absetzten kann. Hauptsache ist doch, dass das Ergebnis zählt. Da muss sich meiner Meinung nach in Deutschland etwas ändern!

Wie kam es zur Zusammenarbeit mit Kidsaid e.V.?

Thorben Ehrlich, einer der Gründer der Organisation kam auf mich zu und fragte ob ich Interesse an einer Auktion für Kidsaid hätte. Durch mehrere Telefonate und Ideen, haben wir uns dann sogar auf eine noch aktivere Zusammenarbeit geeinigt.

Danach hab ich schon relativ zügig den Kontakt zu unserem zweiten Botschafter, Marcel Neumüller - internationaler Schauspieler aus Berlin - vermitteln können. Wir werden zusammen jetzt versuchen, gerade durch die medialen Kontakte, die wir haben, schöne und vor allem interessante Auktionen ins Leben zu rufen.

Täglich lesen wir von Katastrophen in der Welt – Hungersnot, Kriege, Misshandlungen etc. – was fühlen Sie dabei?

Man muss ehrlich sein, ich finde wir sind heutzutage durch die Medien natürlich schon sehr abgehärtet. Trotzdem passieren immer wieder Dinge wie zuletzt in Haiti, wo auch mir bei einem TV-Bericht die Tränen in die Augen steigen. Leider schauen viel zu viele Menschen weg, weil es sie nicht betrifft und sie meinen das ganze ist soweit weg. Man darf nie vergessen, dass auch hier mal eine größere Katastrophe passieren könnte und dann hoffentlich die anderen nicht auch wegschauen. Auf der anderen Seite ist für Haiti weltweit so viel gespendet worden wie noch nie – das wiederum Dank der Medien.

Sie sind ein viel beschäftigtes Model -  wie bekommen Sie Privat – und  Berufsleben unter einen Hut?

Ich denke, dass ist wie bei jeder anderen berufstätigen Mutter, alles Sache der Organisation.

Für meinen Sohn bin ich wieder zurück aufs Land gezogen, in die Nähe meiner Familie. Es gibt für ein Kind meiner Meinung nach keine bessere Betreuung als die Familie. Die Flexibilität, die man in der Modelbranche mitbringen muss, ist natürlich gerade für das Privatleben manchmal auch nervig. Aber das wäre klagen auf hohem Niveau! Ich möchte meinen Beruf nicht eintauschen gegen einen 9-to-5 Job.




Das Interview mit Tiana Pongs führte Markus Herbst
 

Kidsaid e.V.


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