Stephanie Stumph, 24, ist längst aus dem Schatten ihres berühmten Vater, Schauspieler Wolfgang Stumph, herausgetreten. Trotz ihrer großen Erfolge ist die junge Schauspielerin auf dem Teppich und herrlich unkompliziert geblieben. Neben ihrer Karriere unterstützt sie verschiedene soziale Projekte wie zum Beispiel die SOS Kinderdörfer. Im Interview mit stargebot.de spricht sie offen über die Dinge, die ihr am Herzen liegen.

Sie engagieren sich bereits seit Jahren für die Leukämie Stiftung von Jose Carreras. Wie ist es dazu gekommen?

Mein Opa ist an Leukämie gestorben. Dadurch habe ich ihn leider nie kennen gelernt. Ich schätze das Engagement von Josè Carreras sehr und finde es wichtig, dass etwas für die Forschung in diesem Bereich getan wird. Es wäre eine große Errungenschaft, wenn Leukämie irgendwann heilbar wäre.

Wenn Sie Bundeskanzlerin wären, was würden Sie verändern?

Abgesehen davon, dass ich niemals Bundeskanzlerin sein möchte, würde ich meinen Schwerpunkt in den Bereich Bildung legen. Diese halte ich für essentiell, um in einer gesunden, friedlichen und demokratischen Gesellschaft zu leben. Dazu gehört natürlich auch Chancengleichheit für alle - unabhängig von der sozialen Herkunft!

Glauben Sie, dass es zukünftig mehr private Organisationen zur Unterstützung sozialer Projekte geben wird?

Ja das glaube ich. Schaut man sich die letzten Jahre an, kann man schon sehen, dass immer mehr private Initiativen entstanden sind. Diese machen alle einen sehr guten Job, helfen an Stellen, wo ansonsten Hilfe ausbleibt oder von Seiten der Politik zu wenig Geld fließt.

Im letzten Jahr sind Sie mit Ihrem Vater zusammen für „Menschen für Menschen“ nach Äthiopien geflogen. Wie war das für Sie? Welche Eindrücke haben Sie mitgenommen?

Ich bin sehr dankbar, dass ich diese Reise machen durfte. Die Begegnungen mit den Menschen haben mich sehr berührt. Sie leben dort in Bedingungen, die kein Fernsehbericht wirklich nahe bringen kann. Es liegt fern von jeder europäischen Vorstellungskraft. Außerdem ist mir aufgefallen, dass wir Deutschen uns in Sachen Warmherzigkeit, Gastfreundschaft und Zufriedenheit diese Menschen gerne mal zum Vorbild nehmen sollten.

Wie viel Stephanie Stumph steckt in Ihrer Rolle als „Christiane Stubbe“?

Da es `Stubbe`  seit ca. 15 Jahren gibt und ich mit 9 Jahren angefangen habe, sind gewisse Entwicklungsphasen natürlich parallel abgelaufen. Von da her steckt schon eine ganze Menge Stephanie in „Christiane“. Also um es genau zu sagen, sie ist meine bessere Hälfte.

Sie haben gerade den ARD Film „Väter werden ist nicht schwer“ abgedreht. Verraten Sie uns etwas über Ihre Rolle?

Ich spiele eine junge Mutter, die an postnataler Depression leidet und ihr Kind vor die Tür ihres Ex- Freundes legt. Zumindest denkt sie das, denn der lebt schon lange nicht mehr dort. Stattdessen müssen jetzt zwei Männer mit dem Baby klar kommen und vor allem raus finden, wer von ihnen nun der angebliche Vater ist. Nach einem Aufenthalt in der Psychiatrie kommt meine Figur wieder zur Besinnung und versucht nun ihr Baby unauffällig wiederzubekommen.

Das Interview mit Stephanie Stumph führte Flavia Fauth

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