Rhea Harder ist eine vielbeschäftigte Schauspielerin und Mutter eines kleinen Sohnes. Seit 2007 steht sie in einer Hauptrolle für die ZDF Serie "Notruf Hafenkante" in Hamburg vor der Kamera. Die quirlige Berlinerin kennt den Spagat, den man als berufstätige Mutter täglich absolvieren muss.

Im Interview mit Stargebot spricht sie über die oft fehlende Anerkennung für arbeitende Mütter.

Sie sind Mutter eines kleinen Sohnes. Würden Sie Deutschland als kinderfreundlich bezeichnen?

Ich denke, dass sich Deutschland so langsam Mühe gibt, kinderfreundlich zu werden. Ganztagsschulen, in denen die Kinder auch nach dem Unterricht betreut werden, sind jedoch noch recht rar. Aber auch die Menschen, die in Deutschland leben, müssen ihr Übriges tun: arbeitende Mütter sollten genauso als sich liebevoll sorgende Mütter anerkannt werden wie Frauen, die der Kinder wegen zu Hause bleiben!

Berufstätige Mütter klagen über mangelnde KITA – und Krippenplätze und nicht zeitgemäße Betreuungszeiten. Wie sehen Sie das?

Ich habe immer Glück mit den Einrichtungen in die mein Sohn ging, geht und in Zukunft gehen wird... Die Erzieher sind toll, das Angebot super, die Betreuungszeiten perfekt. Aber ich kenne auch Frauen, die Probleme haben mit der Kita oder Schule.

Die Kosten für Kinderbetreuung sind hoch, für viele stellen sie ein finanzielles Problem dar. Sollte Kinderbetreuung Ihrer Meinung nach kostenfrei sein bzw. über Steuern finanziert werden?

Ich denke, wer viel verdient, kann auch einen höheren Satz zahlen!
Überlegt man sich, was ein Kindermädchen oder Babysitter in der Stunde verlangt und das auf den Monat für die gesamte Stundenanzahl der Kita hochrechnet,  kann man doch zufrieden mit der Kostenberechnung sein.

Sie sind Bundeskanzlerin – was würden Sie als erstes tun?

Ich würde für kein Geld der Welt mein Privatleben aufgeben! Und ich glaube, eine Kanzlerin hat keines.

In "Notruf Hafenkante" spielen Sie die Polizistin "Franzi". Haben Sie jemals darüber nachgedacht, tatsächlich Polizistin werden zu wollen?

Ich habe mich nach dem Abi für den gehobenen Dienst in Berlin beworben und bin zu den Tests gegangen. Dann kam das erfolgreiche Casting für "Gute Zeiten, Schlechte Zeiten"…

Wie verbringen Sie Ihre Freizeit?

Ich bin viel in der Natur und fahre durch Deutschland, um Freunde und Familie zu besuchen, die überall verteilt sind.





Das Interview mit Rhea Harder führte Flavia Fauth.