Michael Kessler, Mitglied des hohen deutschen Adelsstandes der Comedy-Szene und bestens bekannt aus Fernseh-Formaten wie "Switch Reloaded", "Genial daneben" oder "Pastewka" ist Autor der deutschen Bühnenfassung von "MARS & VENUS – Crashkurs Liebe" und führt Regie.

Mit Stargebot sprach er über seine neuen Projekte und sein persönliches Engagement.

Herr Kessler, man kennt Sie aus verschiedenen Comedy-Formaten wie "Switch", "Schillerstraße", "Genial daneben" oder früher auch "Die Wochenshow", welches Format hat Ihnen am meisten Spaß gemacht?



Ich werde immer wieder gefragt: Was ist deine Lieblingsrolle? Was ist deine Lieblingssendung? Ich kann immer nur antworten, dass ich alle meine Rollen und Formate gleich gerne habe und spiele. Der Spaß ist bei Comedy sowieso automatisch dabei.

Sie parodieren neben Peter Kloeppel, Günther Jauch oder Florian Silbereisen, auch Adolf Hitler. Wie schwierig ist diese Rolle für Sie?

Es handelt sich um eine Mischung aus Adolf Hitler und Bernd Stromberg, aus der gleichnamigen ProSieben-Serie. Die richtige Mischung dieses Figuren-Cocktails zu finden war eine besondere Herausforderung. Es war die bisher schwierigste Rollenerarbeitung für mich bei Switch Reloaded. Aber die Arbeit hat sich gelohnt.

Die deutschen Medien haben Sie zu einem der deutschen Top-Twitterern ernannt. Jetzt wollen wir natürlich auch wissen, warum twittern Sie eigentlich?

Twitter ermöglicht mir einen schnellen und direkten Austausch mit den Fans und Zuschauern. Den hat man im TV-Geschäft sonst gar nicht mehr. Außerdem haben wir bei der „Berliner Nacht-Taxe“ (rbb) mit Twitter und einem Live-Stream experimentiert und erste Brücken zwischen dem Internet und dem Fernsehen geschlagen. Das war super!

Thema Soziales Engagement in Deutschland – wie wird Ihrer Meinung nach damit umgegangen?

Das Thema geht viel zu sehr unter im täglichen Sensationsjournalismus. Es gibt viele Menschen in unserem Land, die sich engagieren und anderen helfen. Warum wird darüber nicht mehr berichtet? Warum werden soziales Engagement und ehrenamtlicher Einsatz nicht mehr gefördert und auch schon in der Schule gefordert?

Einen Tag als Bundeskanzler. Was würden Sie ändern?

Ich würde endlich das Steuerrecht und das Gesundheitswesen grundlegend reformieren und vereinfachen. Die Bildungspolitik käme sofort in Bundeshand und nicht in die Hände 16 verschiedener Bundesländer. Es ist mir auch ein Rätsel warum sich 16-jährige in unserem Land schon ein Bier bestellen dürfen und warum das Nichtrauchergesetz aufgeweicht wurde.

Momentan läuft Ihr Theaterstück : "Mars & Venus" in Hamburg und Berlin, welches Sie geschrieben und inszeniert haben. Was steht dieses Jahr noch so in Ihrem Kalender?

Man munkelt Til Schweiger dreht „Manta Manta 2“. Mal sehen ob mir die Stiefel noch passen. Außerdem wird es neue Folgen „Switch Reloaded“ geben. Mehr wird noch nicht verraten!

 

 


 

Das Interview mit Michael Kessler führte Valerie von Schilling

 

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