Markus Meindl fertigt mittlerweile in der elften Generation Leder- und Trachtenmode. Schon lange steht der Name Meindl für Qualität und Nachhaltigkeit.

Im Interview mit Stargebot spricht Markus Meindl über sein Unternehmen und seine Wurzeln und verrät, warum soziales Engagement nichts mit persönlicher Imagepflege zu tun haben sollte.

 

Lukas Meindl, Ihr Großvater, fertigte 1935 die erste Lederhose in Eigenarbeit. Heute ist „Meindl Fashion“ ein erfolgreiches internationales Unternehmen. Was hat sich seitdem in der Produktion verändert?

Seither hat sich eigentlich nicht viel verändert. Wir arbeiten heute noch nach den gleichen Grundsätzen wie vor 80 Jahren.

 

Ihre Lederwaren sind weltweit erhältlich. Zu den regelmäßigen Kunden und Liebhabern von „Meindl Fashion“ zählt sogar der ehemalige Gouverneur von Kalifornien Arnold Schwarzenegger. Wie erklären Sie sich den internationalen Erfolg bayerischer Trachtenmode?

Ich glaube hier sollte ein anderer Denkansatz her. Es ist zu einfach, das auf bayerische Trachtenmode einzugrenzen. Meindl ist eine Marke mit Charakter und Heritage. Unsere Produkte sind sehr vielschichtig und ehrlich. Genau deswegen sind unsere Produkte erfolgreich.


Sie beschäftigen sich als Geschäftsführer und kreativer Kopf von „Meindl Fashion“ täglich mit Lederhosen, -röcken und –jacken. Woher nehmen Sie, nach jahrelanger Arbeit mit Leder, die Inspiration für kommende Kollektionen? 

 

Aus dem täglichen Leben.

Im Zuge der Globalisierung haben viele Unternehmen ihre deutschen Produktionsstandorte ins Ausland verlagert. „Meindl Fashion“ produziert weiterhin im oberbayerischen 3000- Seelen- Dorf Kirchanschöring und ist dort größter Arbeitgeber. Wie wichtig ist Ihnen verantwortungsvolles unternehmerisches Handeln?


Wir versuchen hier unseren Genen bestmöglich treu zu bleiben. Auch wir haben in den letzten zwanzig Jahren Produktionen in Ostdeutschland aufgebaut. Dadurch konnten wir unsere Arbeitsplätze in Bayern immer sichern und Mitarbeiter ausbilden und den Fachkräftemangel in Deutschland ausgleichen.

 

Ihre Familie engagiert sich sozial bereits seit vielen Jahren im Landkreis Traunstein. Im Jahr 2010 erhielten Ihr Vater Hannes Meindl und Sie dafür den „Deutschen Bürgerpreis“ in der Kategorie „Engagierte Unternehmer“. Dennoch findet sich nur wenig über Ihr soziales Engagement in der Presse. Warum ist das so?


Weil wir das nicht aus Image- oder Popularitätsgründen machen. Wir machen das aus sozialer Verantwortung heraus.

 





Das Interview mit Markus Meindl führte Elena Naser.