Kai Hill, Geschäftsführer der Agentur starcompany, hat die Initiative *Stars of Tomorrow ins Leben gerufen und bringt damit verschiedene Unternehmen und Organisationen unter einem Dach zusammen, die Projekte für Kinder in Südafrika unterstützen.

Mit Stargebot, sprach er über das Projekt und sein persönliches Engagement. 

Worum handelt es sich bei Ihrem Projekt *Stars of Tomorrow?



*Stars of Tomorrow ist eine Organisation zur Entwicklungszusammenarbeit und unterstützt Waisen und besonders schutzbedürftige Kinder in Südafrika. Unser Fokus liegt auf dem Dreiklang aus HIV/AIDS Prävention, geschlechtliche Gleichbehandlung und Kriminalitätsbekämpfung.

Hierzu nutzen wir Fussball als Attraktion. Neben dem Fussball werden die Kinder im Alter von 6-14 in pädagogischen Spielen über die Gefahren von HIV/AIDS aufgeklärt. Zur Zeit werden ca. 1.500 Kinder von *Stars of Tomorrow betreut.

Was hat Sie dazu motiviert diese Initiative ins Leben zu rufen?

Während eines Studiums der Soziologie und Medienwissenschaften, lernte ich ausgerechnet in Kalifornien meinen persönlichen Blick für das Wesentliche zu schärfen. Initialzündung und weitere Klarsicht gab dann eine 5-wöchige Reise nach und durch Tibet.

So nah an den Sternen wurde die Idee zu den *Stars of Tomorrow geboren. Die Idee, die WM 2006 in Deutschland und die WM 2010 in Südafrika zu verbinden und hierbei Projekte in Südafrika zu unterstützen.

Wie würden Sie das allgemeine soziale Engagement in Deutschland beschreiben?

Das allgemeine soziale Engagement in Deutschalnd hat nicht die Tradition wie beispielsweise in den Vereinigten Staaten,  jedoch ist der Dritte Sektor bzw. das Bürgerengagement aus dem gesellschaftlichen Kontext nicht mehr wegzudenken. Das ist wunderbar zu beobachten.

Erst heute wurde vom regierenden Oberbürgermeister Berlins Klaus Wowereit die Kampagne: "Berlin - Dein Gesicht"* vorgestellt, in dem ehrenamtliche Berliner von Prominenten unterstützt werden. Auch uns wurde die Ehre zuteil und das zeigt doch die höhere Sensibilität für den sozialen Wandel in Deutschland. 

Wo besteht Ihrer Meinung nach großer Bedarf an Unterstützung  bzw. in welchen Bereichen müssen sich Dinge ändern?

Bedarf besteht überall dort, wo Ungerechtigkeit, Diskriminierung, Krankheit, Hunger und Tod, aber auch Kriege und Naturkatastrophen unsere Herzen berühren. Man kann sich einfach umschauen und wird entdecken, wo "meine" Hilfe gebraucht wird. Das kann im kleinen wie im großen Rahmen stattfinden.

Die Intention zählt: aus sich selbst heraustreten und die Probleme anderer erkennen und anerkennen. Dann kommt noch die aktive Hilfe hinzu und schon wird die Welt und damit das Leben wieder ein klein wenig besser. 

Wie kann man das Projekt unterstützen?


Unser Projekt kann man durch ehrenamtliche Teilnahme, als Partner im *Stars of Tomorrow - Netzwerk oder auch durch Spenden untersützen. 

Was wünschen Sie sich für die Zukunft von *Stars of Tomorrow?

Für die Zukunft wünsche ich mir, dass andere die *Stars of Tomorrow als Beispiel dafür nehmen, das Helfen ganz einfach sein kann. Jeder kann beginnen, jetzt sofort!



* Die Hauptstadtkampagne be Berlin ehrt mit der Fotoaktion „Berlin, dein Gesicht“ Berlinerinnen und Berliner, die sich für ihre Stadt einsetzen. Diesen Menschen bietet be Berlin eine außergewöhnliche Bühne – die Siegessäule. Engagierte Berlinerinnen und Berliner werden mit einem überlebensgroßen Foto an der Siegessäule gewürdigt. Zusammengenommen bilden die Fotos eine riesige Menschenpyramide und sind somit ein weithin sichtbares Symbol für das großartige Engagement.

Das Interview mit Kai Hill führte Valerie von Schilling

Initiative *Stars of Tomorow