dm-drogerie markt ist ein Unternehmen, dessen Erfolg auf ganzheitlichem unternehmerischen und sozialen Denken beruht: Seit Eröffnung der ersten Filiale im Jahre 1973 bewährt sich das Konzept, den Menschen - ob Kunde, Partner oder Mitarbeiter - in den Mittelpunkt zu stellen.
Stargebot sprach mit Erich Harsch, Vorsitzender der Geschäftsführung der dm-drogerie markt GmbH + Co. KG in Karlsruhe:
Herr Harsch, schön das Sie sich Zeit für uns genommen haben....
Ich halte Stargebot für ein interessantes Portal, das hört sich neu und spannend an. Mit Ihrem Portal unterstützen Sie wohltätige Angelegenheiten und bewegen sich damit im erweiterten Umfeld des nachhaltigen Engagements. Wie können wir das gesellschaftliche Zusammenleben besser und schöner gestalten – wie gehen wir mit unserem Planeten möglichst behutsam um? Das sind für mich spannende Fragen.
Wie sind Sie als gebürtiger Wiener nach Karlsruhe gekommen?
Während meines Jurastudiums fiel mir 1981 eine Anzeige von dm-drogerie markt auf. Dort wurden Ausbildungen zum EDV-Spezialisten angeboten, und da ich in die Praxis einsteigen wollte, habe ich zugegriffen.
Was unterscheidet dm von anderen Drogeriemarkt-Ketten?
Das müssten Sie eigentlich unsere Kunden fragen. Ich denke aber, der entscheidende Punkt liegt darin, dass bei dm der Mensch in jeder Beziehung im Mittelpunkt steht. Das ist ein gelebtes Element unserer Unternehmenskultur. Dazu gehört für uns die Orientierung an den Bedürfnissen unserer Mitarbeiter.
Bei uns steht nicht der Eigennutz des Kapitals, sondern der Nutzen bei den Menschen, also unseren Kunden und unseren Mitarbeitern an oberster Stelle. Dies hat in vielerlei Hinsicht Konsequenzen. Die Art und Weise wie zum Beispiel die Mitarbeiter in unseren Filialen zum einem miteinander und zum anderen mit den Kunden umgehen, soll natürlich sein und nicht aufgesetzt. Wir haben bei dm immer das Bestreben, dass unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Filialen große Gestaltungs- und Entscheidungsspielräume haben.
Was zeichnet den besonderen Umgang der Menschen bei dm aus?
Der Kernpunkt ist, dass das Unternehmen in seiner inneren Zusammenarbeitskultur nicht so ausgerichtet ist, dass man Anweisungen erteilt und alle Augen sich nach dem Chef richten. Der Kern ist, dass die Menschen sich an der Sache und an den Kunden orientieren sollen und dürfen. Wir möchten unseren Mitarbeitern die Chance zur Persönlichkeitsentwicklung geben. Die „Hierarchien“ im Unternehmen sollen sie dabei lediglich unterstützen und den Mitarbeitern nichts "befehlen".
Was ist für Sie nachhaltiges Engagement?
Ich habe anfangs mit dem Begriff Nachhaltigkeit meine Schwierigkeiten gehabt, das war für mich ein Begriff, der alles oder nichts sagt. dm tut seit vielen Jahren eine ganze Reihe von Dingen, ohne diese immer unter den Begriff Nachhaltigkeit zu stellen. Die Frage ist: Was ist langfristig gesund und sinnvoll für das menschliche Zusammenleben? Das, was dem dient, das ist für mich nachhaltiges Engagement. Wir bei dm haben den Schwerpunkt auf die soziale Komponente der Nachhaltigkeit gelegt.
Warum ist für dm soziales Engagement wichtig?
Jedes Unternehmen muss sich die Frage stellen, welche Aufgaben es im Zusammenhang mit der Gesellschaft hat. Wenn Unternehmen in der heutigen Zeit keine Verantwortung für gesellschaftliche Themen und soziales Engagement übernehmen und dort Akzente setzen, sind sie nicht mehr am "Zahn der Zeit".
Ist soziales Engagement für Sie eher Pflicht oder Bedürfnis?
Es ist auf jeden Fall ein Bedürfnis, sonst kämen wir auch nicht auf die guten Ideen im Bereich des sozialen Engagements, beispielsweise auf "Sei ein Futurist". Mit dieser gemeinsamen Initiative haben dm und die Deutsche UNESCO-Kommission von Januar bis April 2009 Jugendliche dazu aufgefordert, ihre Konzepte und Projekte zum Thema Nachhaltigkeit einzureichen. Mehr als 50.000 Teilnehmer aus ganz Deutschland, meist Schüler, haben rund 2.500 nachhaltige Projektideen eingereicht – das war ein toller Erfolg.
Und mit unserer Initiative "ZukunftsMusiker" tragen wir seit 2006 zur musikalischen Förderung von Kindern in unserer Gesellschaft bei und unterstützen Angebote für die musikalische Früherziehung in Kindergärten.
Darüber hinaus fördern wir auch sehr viele soziale Initiativen unserer einzelnen Filialen.
Das Interview mit Erich Harsch führte Corinna Busch.

