
© Dr. med. Michael Risch
Dr. med. Michael Risch ist Facharzt für Radiologie und führt die digitale Microdosis-Mammographie sowie alle weiteren Untersuchungen zur Diagnostik von Veränderungen der weiblichen Brust durch.
Mit Stargebot sprach er über seine Arbeit in der Gemeinschaftspraxis in München.
Herr Dr. Risch, Sie haben als erste Praxis das Sectra-Microdose-Mammographiegerät in Deutschland in Betrieb genommen.
Was hat Sie dazu bewogen und wo besteht der Unterschied zu anderen Formen der Früherkennung?
Der digitalen Technik gehört die Zukunft. Deshalb wird ständig an neuen Untersuchungsmethoden geforscht, die mithilfe von modernsten Technologien die Strahlenbelastung reduziert.
Der große Vorteil der Microdosis-Mammographie ist die bessere Bildqualität bei gleichzeitig extremer Reduktion der Strahlung. Eben diese für meine Patientinnen durchweg positive Auswirkung der neuen Untersuchungs-
methode war für mich der Grund, als erste Praxis diese Technik einzuführen.
Zusammen mit Ihren Kollegen führen Sie jährlich mehr als 10.000 Mammographien in Ihrer Praxis durch. Wie wichtig ist die Brustkrebs-Vorsorgeuntersuchung?
Die Mammographie ist die wichtigste Brustkrebsvorsorge, mit ihr ist es möglich, Karzinome schon im Frühstadium zu erkennen, lange bevor man sie ertasten kann. Es erkranken jährlich rund 50.000 Frauen an Brustkrebs. Über 40 Prozent der Erkrankten sterben sogar an den Folgen der Krankheit, da sie zu spät erkannt wurde.
Eine Früherkennung würde in diesem Zusammenhang Leben retten und den Betroffenen durch ärztliche Beratung zeitig Behandlungsmöglichkeiten bieten. Aus diesem Grund rate ich immer dazu, sich ab 40 regelmäßig untersuchen zu lassen, um das Risiko einer zu späten Diagnose zu mindern.
Seit Jahren wird in den Medien und unter Ärzten das Thema Brustkrebsvorsorge diskutiert. Fachleute fordern eine ausgewogenere Darstellung der Sinnhaftigkeit des Verfahrens. Was halten Sie davon?
Natürlich sollte man nur sinnvolle Vorsorge-Untersuchungen durchführen, aber der Sinn der Mammographie ist in Fachkreisen unumstritten. Oftmals ist das Hauptthema dieser Diskussionen die Strahlenbelastung. Jedoch können wir Dank der neuesten Technik die Strahlung enorm reduzieren, sodass der Nutzen der Untersuchung das evtl. Risiko bei weitem übertrifft.
Welche Frau sollte sich untersuchen lassen?
Generell sollte sich jede beschwerdefreie Frau, die das 40. Lebensjahr erreicht hat, alle zwei Jahre untersuchen lassen. Bei familiärer Belastung durch Mutter oder Schwester sollte man jährlich zur Mammographie gehen. Bei Beschwerden (Schmerzen oder Tastbefund) sollte sofort ein Arzt aufgesucht werden und eine Untersuchung durchgeführt werden.
Microdosis-Mammographie...
...gehört zu den Vorreitern der digitalen Mammographie. Hierbei wird der Patient nur einer geringen Strahlungsdosis ausgesetzt. Die Münchner Gemeinschaftspraxis von Dr. Michael Risch, Dr. med. Jochen Bader und Frau Dr. med. Gabriele Welter, setzt ganz auf die Philosophie: Einklang zwischen diagnostischer Kompetenz und schonendem Untersuchungsverfahren. Mit der neuesten Technik ist diese patientenfreundliche Philosophie auch realisierbar.
Mehr Informationen unter www.microdosis.de
