Die gebürtige Rheinland-Pfälzerin hat Düsseldorf zu ihrer Wahlheimat gemacht. Dort lebt die Autorin mit ihrem Mann, dem Kunstberater Helge Achenbach, sowie ihren beiden Kindern.
In München und Paris studierte sie Kunstgeschichte, Politikwissenschaft und Germanistik. 1991 promovierte sie zum Dr. phil. Durch ihre vielseitigen beruflichen Tätigkeiten entwickelte sich Dr. Dorothee Achenbach zu einem echten Kosmopolit.
Neben ihren beruflichen Verpflichtungen engagiert sie sich ehrenamtlich für verschiedene regionale soziale Projekte.
Sie ist seit neun Jahren aktives Mitglied in Verein und Stiftung Sterntaler Düsseldorf sowie langjährige Schirmherrin der Düsseldorfer Aidsauktion "Heartwork". Zudem ist sie Botschafterin des DRK-Düsseldorf und widmet sich dort den Themen der Kinder- und Jugendhilfe.
Sehr am Herzen liegt ihr der mildtätige Verein Kunst gegen Sucht e.V., der sich um Kinder aus Suchtfamilien kümmert und unterstützende Arbeit zur Suchtprävention leistet.
Sie engagieren sich für viele soziale Projekte. Was spornt Sie zu diesem außergewöhnlichen Engagement an?
Meiner Familie und mir - so kann man es nicht anders sagen - geht es gut. Wir sind alle gesund, haben Arbeit und können unbeschwert durchs Leben gehen. Andere Menschen haben nicht so viel Glück und müssen viele Steine aus ihrem Weg schaffen. Deshalb helfe ich, wo ich kann.
Ich möchte der Gesellschaft etwas zurückgeben und hoffe gleichzeitig für andere Menschen, die ebenfalls vom Schicksal begünstigt sind, ein motivierendes Vorbild zu sein. Außerdem ist es mir sehr wichtig Kindern, die mit ihrem schweren Schicksal allein gelassen sind, zu helfen. Aus diesem Grund engagiere ich mich besonders für den Verein Kunst gegen Sucht.
Was fasziniert Sie an der Arbeit von Kunst gegen Sucht e.V.?
Rund 2,6 Millionen Kinder leben deutschlandweit in Suchtfamilien. Unglaublich, dass ein Drittel dieser Kinder im Erwachsenenalter selbst suchtkrank wird und ein weiteres Drittel an einen suchtkranken Lebenspartner gerät.
Daria Piatkowski, die Gründerin des Vereins, hat vollkommen recht, dass dieses Thema in der deutschen Wohlstandsgesellschaft gemieden wird und deshalb erst recht dagegen angegangen werden muss.
Diesen Kindern muss aktiv geholfen werden, das Problem zieht sich durch alle gesellschaftliche Schichten! Deshalb unterstütze ich Kunst gegen Sucht e.V.
Spielte bei der Entscheidung gerade diesen Verein zu unterstützen Ihre enge Bindung zur Kunst eine tragende Rolle?
Durch mein Studium, meinen Beruf und meinen Mann bin ich eng mit der Kunst verbunden. Kunst kann sehr viel ausdrücken und bewegen.
Ein Projekt des Vereins fand im Kunstunterricht am Görres-Gymnasium statt: Die Jugendlichen schufen Plakate zum Thema Sucht und hatten die Möglichkeit, ihre Meinung und ihre Ängste zu diesem Thema kreativ umzusetzen. Es war beeindruckend, was dort entstand, die Arbeiten wurden anschließend verkauft.
Hauptprojekt des Vereins ist das Schultheaterstück "Mama geht es heute nicht so gut". Es handelt von einer alkoholkranken Mutter und ihrer neunjährigen Tochter und zeigt den Kindern, dass sie nicht allein mit dem Problem sind, dass sie Hilfe einholen können und sich nicht schämen müssen. 3000 Schüler haben die spendenfinanzierten Aufführungen bislang in Düsseldorf sehen können, im Herbst kommt ein Stück für ältere Schüler dazu, mit derm aufschlussreichen Titel: "Ich komma saufen".
Wie bekommen Sie Ihren Alltag mit Familie, Beruf und so viel ehrenamtlichem Engagement unter einen Hut?
Ich bemühe mich, allen gerecht zu werden, Priorität haben natürlich meine Kinder. Natürlich ist es nicht immer leicht, alle Termine unter einen Hut zu bekommen, aber so lange ich meinen Pflichten - sowohl privater wie auch beruflicher und ehrenamtlicher Natur - verantwortungsvoll und authentisch nachkommen kann, erfüllt es mich sehr
Vielen Dank, dass Sie sich für uns Zeit genommen haben!
Das Interview mit Dr. Dorothee Achenbach führte Corinna Busch

