Johann Lafer, geboren 1957 in Graz/Österreich, möchte den Menschen Kochkultur und Lebensart näher bringen. „Ein Leben für den guten Geschmack“ lautet der Leitsatz, der dabei sein Handeln bestimmt. Und dies stellt er immer wieder in seinen Fernsehshows, Kochkursen und in der Küche seiner Restaurants unter Beweis. Besonders setzt sich Johann Lafer auch für eine ausgewogene Ernährung bei Kindern ein. Darüber sprach er mit Stargebot.



Stromburg, Heli Gourmet, „Lafer! Lichter! Lecker!“... Wie schaffen Sie es, Herr Lafer, dies alles unter einen Kochtopf zu bekommen?



Wenn einem das gefällt, was man unternimmt, ist das gar nicht so schwer. Dazu kommt ein Team und eine Familie, die diese Leidenschaft teilen und mich in jeder Hinsicht unterstützen – was will man mehr?



Sie kochen immer wieder gern für den guten Zweck. Welche Aktion ist Ihnen dabei besonders in Erinnerung geblieben?



Das ist schwer zu sagen, da ich jede dieser Aktionen mit Herzblut durchgeführt habe. Besonders liegt mir die Ernährung der Kinder am Herzen. Da muss noch viel geschehen – vor allem auch in der Schulverpflegung. Für eine Nachhaltigkeit reicht es nicht, ein paar Kochkurse durchzuführen. Das ist mehr Spaß! Mit der Hochschule Fulda arbeite ich gerade ein Konzept aus, um eine gute, gesunde Schulverpflegung durchzusetzen.



Eine Aufklärungskampagne, an der Sie einst teilnahmen, nannte sich „Gesünder unter 7“. Worum geht es da genau?



Bei „Gesünder unter 7“ geht es darum, den Betroffenen sowie der Öffentlichkeit zu verdeutlichen, dass gute, frische Küche der Gesundheit dient und auch für Diabetiker machbar ist. Wenn man die Anzahl der leidenden Diabetiker in unserem Land betrachtet, ist diese Aufklärung weit mehr als ein „Strohhalm“, an dem man sich festhält. Engagierte Menschen bieten echte Hilfe und Anleitungen. Ich bin überzeugt, dass die Diabetes-Aktion von immer mehr Betroffenen ernst genommen wird und dass diese auch danach handeln.



Sie haben sich auch schon bei Stargebot engagiert. Was hat Sie dazu bewogen?



Dazu bewogen haben mich mein Respekt vor Menschen und meine innere Verpflichtung, denen zu helfen, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen.



Gibt es bestimmte Hilfsprojekte oder eine spezielle Gruppe von Hilfebedürftigen, die Ihrer Meinung nach noch mehr Unterstützung gebrauchen könnten?



Ja, Kinder, alte und kranke Menschen, die keine Möglichkeit und auch keine finanziellen Mittel haben, sich selbst zu helfen.



Wie würden Sie die Werbetrommel für eine Hilfsaktion rühren?



Mit verschiedenen Aktionen und in meiner Öffentlichkeitsarbeit.



Zum Abschluss noch: Lässt sich ein Koch eigentlich auch gerne selbst bekochen?



Aber ja, ich bin ein großer Genießer und lerne gerne Neues kennen.


Johann Lafer unterstützt unter anderem die ZNS Hannelore-Kohl-Stiftung.

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