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CARE Deutschland-Luxemburg e. V.

Gründungsjahr:
1980
Spendenkonto:
Sparkasse KölnBonn
Kto 4 40 40
BLZ 370 501 98
CARE Deutschland-Luxemburg e. V.

Aufgaben & Ziele:

CARE wurde 1945 in den USA gegründet, um Hunger und Verzweiflung in Europa mit mehr als 100 Millionen CARE-Paketen zu lindern. Heute greift CARE auf die Erfahrung und die Ressourcen einer modernen, internationalen Hilfsorganisation zurück. Unabhängig von politischer Anschauung, religiösem Bekenntnis oder ethnischer Herkunft setzt sich CARE weltweit für Not leidende, arme und benachteiligte Bevölkerungsgruppen ein.

Im Mittelpunkt der Arbeit steht die globale Armutsminderung. Doch Armut bleibt unüberwindbar, solange Menschenleben akut gefährdet sind. In Kriegs- und Katastrophengebieten leistet CARE deshalb schnelle und wirksame Hilfe mit Nahrung, Kleidung und Notunterkünften, beugt mit sauberem Trinkwasser und Medikamenten dem Ausbruch von Seuchen vor. Denen, die alles verloren haben, erleichtert CARE durch Wiederaufbauprogramme den Neuanfang.

Die Projekte der langfristigen Entwicklung bekämpfen die Ursachen der Armut. Sie verändern die Lebensbedingungen der Ärmsten nachhaltig, indem sie ihnen Zugang zur Schul- und Berufsausbildung erleichtern, neue Einkommensmöglichkeiten schaffen, ihre Ernährung und Gesundheit verbessern.

Interview mit Dr. Wolfgang Jamann

Hauptgeschäftsführer von CARE International Deutschland

Herr Dr. Jamann, Sie sind Hauptgeschäftsführer von CARE International Deutschland. Was sind Ihre Aufgaben?

CARE International Deutschland ist Mitglied von CARE International, einem großen Netzwerk von 12 Mitgliedsorganisationen, die über 70 Länderprogramme unterhalten. Zu meinen Aufgaben gehört es, die internationalen Verbindungen zu unseren Länderbüros und den Partnerorganisationen zu halten, die Geschäftsstelle in Bonn zu führen, sowie neue programmatische Schwerpunkte zu erarbeiten. Neue Schwerpunkte haben wir in unserem traditionellen Arbeitsbereich der Armutsbekämpfung entwickelt. Außerdem ist CARE mittlerweile verstärkt im Nothilfebereich tätig. Meine Aufgabe ist es auch, die Armutsbekämpfungsprogramme besser und effektiver zu machen.


Welche neuen Schwerpunkte hat Ihre Organisation bei der Armutsbekämpfung gesetzt?


Traditionell leistet CARE Überlebenshilfe für die Ärmsten der Armen, die von Naturkatastrophen und Kriegen am stärksten betroffen sind. Darüber hinaus gilt es, die Ursachen der Armut zu bekämpfen. Vor allem in Afrika müssen wir uns beispielsweise mit armutsbedingten Krankheiten auseinandersetzen, wie HIV und AIDS, Tuberkulose und Malaria, aber auch mit solchen Krankheiten wie Masern und Durchfallerkrankungen, an denen immer noch viele Kinder in der dritten Welt sterben. Weitere Schwerpunkte unserer Arbeit ist die Stärkung der Katastrophenprävention und die Abmilderung der Folgen des Klimawandels, beispielsweise durch den Einsatz erneuerbarer Energien oder Aufforstungsprogramme.

 
CARE International wird u.a. von Regierungen, der Europäischen Kommission und UN-Organisationen gefördert. Welchen Stellenwert haben da private Spenden?


CARE ist als eins der größten Hilfswerke tatsächlich in der Lage, öffentliche Zuwendungen zu bekommen und diese in Projekte umzusetzen. Wir bekommen sehr viel Vertrauensvorschuss von den genannten Geldgebern, die aber auch erwarten, dass wir einen privaten Eigenanteil in die Projekte einbringen. Da wir über kein eigenes Einkommen verfügen, sind wir auf private Spenden angewiesen. Die Europäische Union legt für jeden Euro, der uns gespendet wird, in der Regel zwischen vier und fünf Euro drauf. Oder umgekehrt: für alles, was wir aus Brüssel bekommen, müssen wir zwischen 20 und 25 Prozent an privaten Spenden aufbringen. Gerade bei Projekten, die in der Öffentlichkeit nicht so wahrgenommen werden, beispielsweise ein mehrjähriges HIV-Bekämpfungsprogramm in Sambia, brauchen wir sehr viel private Unterstützung, sonst können wir solche Projekte einfach nicht durchführen. Die private Spende ist also eine wichtige Säule bei unserer Hilfstätigkeit.


Privatpersonen können sich neben Geldspenden auch bei Aktionen und Events engagieren, um Geld für CARE zu sammeln. Welche Rolle spielen solche Aktionen für Ihr Hilfswerk?


Wir finden es ganz fantastisch, dass uns private Initiativen unterstützen. Gerade bei einer in Deutschland relativ kleinen Organisation wie wir sie sind –wir haben gerade einmal 30 Mitarbeiter bei einem Umsatzvolumen von 14 bis 15 Millionen Euro- sind wir darauf angewiesen, dass wir nicht nur Spendenakquisiteure haben, sondern auch ehrenamtliche Mitarbeiter. Deswegen hat sich CARE in den letzten Jahren für so genannte Aktionskreise geöffnet, wo Studenten, Hausfrauen und Rentner, also Menschen, die ein bisschen mehr Zeit haben, für uns an die Öffentlichkeit gehen und beispielsweise Geld sammeln. Für diese Mitarbeit sind wir ausgesprochen dankbar. Unser Dank gilt natürlich auch Stargebot für seinen Einsatz zu unseren Gunsten. Auch eine solche Initiative kommt natürlich unseren Projekten zugute.

Kontakt

CARE Deutschland-Luxemburg e. V.

Geschäftsstelle
Dreizehnmorgenweg 6
53175 Bonn


Telefon: (0228) 97 56 30

E-Mail: info@care.de

Webseite: www.care.de

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